Browsergames sind in!

Browsergames boomen
Die Spielebranche war nie wirklich tot. Aber die Spielehersteller haben sicherlich eine kleine Talsohle durchlaufen. Ein harter Kern von Gamern blieb den Spielen treu und versorgte sich regelmäßig mit neuen Games, die sie am PC zockten. Spielekonsolen haben den Herstellern geholfen, neue und alte Käuferschichten wieder zu reaktivieren. Aber im Internet, besonders bei den (auch einfach über Smartphone-Apps mobil spielbaren) Browsergames, liegt das ganz große Geschäft für die Publisher und Hersteller. Unternehmen wie Big Point wachsen und die Spielebranche sucht laufend nach Kreativen. Neue Akademien, Studiengänge und Ausbildungswege haben sich seit den 90-er Jahren in der Games Branche national und international entwickelt. Zudem hat die Games-Branche ihr schlechtes Image aufpoliert. Neben Ego-Shootern sind bspw. mittlerweile diverse Games auf dem Markt, in welchen Spieler Wirtschaftsimulationen durchlaufen,  strategisch oder sozial handeln müssen. In Strategiespielen begegnen User langfristig angelegten Herausforderungen, die beispielsweise den Aufbau eines Sportvereins, eines Wirtschaftsimperiums oder einer kompletten Zivilisation zum Ziel haben können. Mit Lern- und Denkspielen können sich nicht nur Kinder neues Wissen aneignen. Serious Games bzw. Infotainmentspiele verbinden Bildung (education) und Unterhaltung (entertainment). Auch Kombinationsgabe und Konzentrationsfähigkeit werden so gefördert. Geschicklichkeitsspiele verlangen Ausdauer, Geduld und Frustartionstoleranz.

User müssen heute nicht mehr erst in ein Geschäft gehen, um sich ein neues Spiel zu besorgen und käuflich zu erwerben. Zudem entfällt die nervige und Speicherplatz schluckende Software-Installation auf dem eigenen PC. Typisch ist das Anlegen eines Accounts, wodurch Spielstände und Levels oder auch eigens angelegte, persönliche Avatare auf einem oder gleich mehreren Servern (Cloud Gaming) gespeichert werden können. Man ist schneller im Spiel, kann als Singleplayer oder in Multiplayergames gegen reale oder virtuelle Onlinegegner spielen oder gar auf Facebook oder SchülerVZ mit reellen Freunden spielen oder sich eben einfach nur kurz in Mini-, Casual -(Gelegenheitsspiele) oder Fungames die Zeit vertreiben, was von Arbeitgebern nicht immer gerne gesehen ist, denn viele Browsergames beruhen auch auf dem Prinzip, dass die User sich nur einmal am Tag einloggen müssen, um die wichtigsten Handlungen zu vollziehen. Wer mag, kann sich trotzdem stundenlang mit dem Game beschäftigen. Persistente Spielwelten sind dauerhaft und rund um die Uhr für Spielende erreichbar ist.

Mit zu den erfolgreichsten Spieleherstellern gehören deshalb auch reine Browsergame-Giganten, wie Zynga. Das Ende des Booms ist dabei noch nicht absehbar.

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